Unsere Motivation

 Begeisterung für Abenteuer und Reisen

Tier Symbole der Neuzeit Nomaden

Ziege:

“Als Kind habe ich mir mein Leben so vorgestellt, dass jeder Tag ein riesengroßes Abenteuer werden würde. Jeder Tag wäre anders und ich würde jeden Tag voller Vorfreude und Begeisterung aufwachen.

Ich bin Maschinenbauingenieur in Köln. Irgendwie habe ich es geschafft, mir ein Leben aufzubauen, welches im Grunde gar nicht zu mir passt. Wer weiß schon mit 18 Jahren, was er machen möchte? Ich definitiv nicht. Ich hatte das Gefühl, etwas erschaffen zu wollen, das die Welt bereichern würde, allerdings hatte ich keine Idee, was dies hätte sein können. Mein logisches Denkvermögen und mein Talent mit Zahlen umzugehen, verleiteten mich dazu, Ingenieur zu werden. Die Wahrheit ist, ich wollte ein fettes Auto fahren und möglichst teuren Shit kaufen, den ich eigentlich gar nicht brauchte. Dann ist meine Beziehung in die Brüche gegangen und ich habe den Boden unter den Füßen verloren. Umso tiefer ich gefallen bin, desto klarer wurde mir, dass mich das, was ich da mache, nicht glücklich machen würde, aber ich wusste nicht, was ich hätte anders tun können, also blieb ich dabei. Es ist als würde man einem falschen Traum nachjagen. Aber es fühlte sich an, als würde ich aufwachen in einer Welt voller Ablenkungen, Konsum, Lärm, Distanz, Angst und Wifi überall.

Ich hatte alles, was ich gebraucht hätte. Money, ein Zuhause, Freunde, Studium, Perspektive. Aber so verrückt es klingt, es erfüllte mich nicht. Ich wusste, dass etwas fehlte.

Als ich Eule und Waschbär traf, hat sich einiges für mich geändert. Ich habe mit ihnen zusammen die Ruhe in mir gefunden. Und zwar draußen in der Natur. Ich bemerkte relativ früh, dass je härter unsere Touren zu sein schienen, desto lebendiger fühlte ich mich dabei. Also brachen wir auf nach Bulgarien. Ziel war eine Winterbesteigung des Musalas. Minus 10°C, eisige Winde, Schnee, jede Menge Schnee, Gewitter und kalt, arschkalt. Ich konnte buchstäblich das Blut in meinen Händen, Füßen und im Gesicht spüren. Ich habe mich noch nie so lebendig gefühlt und ich wusste genau: Das ist exakt, was ich gesucht habe.

Es war, als hätten wir eine neue Welt gefunden, die andere einfach übersehen. Da draußen fühlt es sich an, als würde die Zeit stehen bleiben und deine Probleme sich in Luft auflösen.

Ich werde immer gefragt, warum ich tue, was ich tue. Das ist der Grund.”

Eule:

“Routine unterfordert mich. Dinge wiederholen sich. Dinge, die sich wiederholen, werden für mich langweilig. Gleichzeitig ist die Welt voller Möglichkeiten. Es gibt so viele Eindrücke zu sammeln, so viele Dinge zu erleben und so viele Länder zu bereisen. Ich möchte, dass die Welt ein Abenteuer für mich bleibt, dass die Dinge sich nicht wiederholen und vor allem möchte ich diese Routine nicht haben. Deswegen reise ich. Beim Reisen erlebt man viele Dinge zum ersten Mal. Alles ist neu und aufregend. Mit der Zeit trieb mich diese Reiselust dazu, mich von den bekannten und klassischen Touristenzielen zu verabschieden und immer ausgefallenere sowie individuelle Abenteuerreisen zu unternehmen. Irgendwann kam ich aber selbst bei meinen Individualreisen an die Grenzen der Langeweile. Noch immer war ich gebunden an die Zeit, an meinen Job zuhause, an eine Wohnung und an meine Freunde und Familie. Ich wollte ausbrechen aus diesen Gesellschaftskonstrukten. Die Zelte niederreißen, um einmal etwas ganz anderes zu tun. Eines Tages kam Waschbär schließlich die Idee: “Eule” sagte er “ lass uns auf Kamelen vom Iran nach Deutschland reiten”. Dies erschien mir sofort plausibel. Ich dachte mir, ja klar, wir kaufen uns einfach ein paar Kamele und reiten los. Am besten bis nach Bensheim zu meiner Lieblingskneipe. Einmal zur Kneipe, vom Kamel springen und nach ein paar Runden sturzbetrunken durchs Dorf nach Hause – natürlich zu Kamel. Aber aus diesem Traum wurde nichts. Mit dem Kamel nach Europa reisen, stellte sich als unmöglich heraus. Allerdings kein Grund aufzugeben. Eine Reise über die alte Seidenstraße ist genauso interessant zu planen und auch Waschbär und Ziege waren hierfür zu begeistern.

Let the madness begin…”

Waschbär:

“Jeder von uns hat Träume. Sei es in Form von Tagträumen, Albträumen oder feuchten Träumen. Doch es gibt meiner Meinung nach noch eine weitere Form des Traumes, eine Form des Fantasierens, in der wir uns von den gesellschaftlichen Zwängen befreien, auf jegliche Verpflichtungen des Alltags scheißen und einfach drauflos leben. Jeder hatte schon die ein oder andere Impulsidee, die irgendwo aus der tiefsten Ecke der menschlichen Sehnsucht resultiert und dieses Bedürfnis ist Freiheit und Selbstverwirklichung. Das Problem ist nur, dass wir uns sehr schnell entmutigen lassen. Je schneller dieser Geistesblitz auftaucht, desto rascher wird er auch wieder von der Rationalität als Utopie abgestempelt.

Um dies zu kompensieren, nutzte ich meine Zeit für diverse Backpacker-Urlaube und folgte vorgeschlagenen Tipps und Reiserouten des Lonely Planets, schlief in Hostels, buchte die ein oder andere Tour und trank eine Menge Bier. Doch nach einer gewissen Zeit war die Luft raus. Nicht weil mir das Reisen keine Freude mehr bereitete, sondern weil mir das gewisse Abenteuer sowie der Nervenkitzel fehlten. Ich wollte die Welt auf eigene Faust entdecken und auch etwas machen, was noch Wenige zuvor gewagt haben. Reisen ist nicht gleich Abenteuer und ich wollte einen draufmachen wie Marco Polo höchstpersönlich.

Der Gedanke kam mir während meiner Reise in den Iran und genau dort wurde ich von dem größten Geistesblitz meines Lebens getroffen: Ich kaufe mir ein Kamel!

Ein paar Jahre, etliche Reisevorbereitungen und den Zuwachs von zwei weiteren durchgeknallten Visionären später kann das Vorhaben nun bald umgesetzt werden: Vom Süden des Irans bis in die Mongolei, auf einer wechselnden Kamelkarawane quer durch Aserbaidschan, Kasachstan und China. Ziel dieser Reise ist es nicht nur, ein Abenteuer zu erleben, sondern ebenso den eigenen Horizont zu erweitern. Sich weitestgehend von materialistischen und emotionalen Bindungen unserer westlichen Welt lösen, um einen vollständigen Einblick in ein anderes Leben zu bekommen – das nomadische Leben. Im Einklang mit der Natur leben, nur das Nötigste dabeihaben und sich fernab von Großstädten und Luxus bewegen. Das Leben und die Erde, auf der wir leben, haben so viel mehr zu bieten, als 40h die Woche zu arbeiten und Gefangene unserer eigenen Gesellschaft zu sein. Wir sollten diesem einmaligen Leben gerecht werden und unserem Herzen folgen, um das zu machen, was uns mit Freude erfüllt. Der “Silk Road Camel Cross” ist damit unser persönlicher Weg, aus ebendieser Gefangenschaft des Alltags auszubrechen. Wir bestimmen ab jetzt unser Leben selbst und stellen dieses gesamte System, welches sich Gesellschaft nennt, auf den Kopf… eben einen draufmachen… wie Marco Polo höchstpersönlich!